Die Schirmherrin Ilse Aigner
Die Schirmherrin der diesjährigen Aktionswoche ist die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, CSU, Ilse Aigner.
Grußwort
für die Homepage der
„Aktionswoche Schuldnerberatung 2010“
der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Ilse Aigner
Zur Zeit sind in Deutschland ca. 4 Millionen Verbraucher überschuldet. Die Überschuldung
führt häufig auch zu einer tiefen persönlichen und sozialen Verunsicherung der Betroffenen.
Diese Notsituation wird leider oftmals von unseriösen Kreditvermittlern und angeblichen
Schuldenregulierern ausgenutzt. Ihnen geht es nicht darum, den Betroffenen aktiv zu helfen.
Vielmehr wollen Sie aus den finanziellen Nöten überschuldeter Menschen noch Profit ziehen.
Ihre vermeintlichen Hilfsangebote sind in erster Linie darauf gerichtet, eigene Gewinne zu
erzielen. Die in Not geratenen Verbraucher, die sich solchen an der Grenze der Legalität
agierenden Geschäftsleuten anvertrauen, geraten dadurch noch tiefer in die Schuldenfalle.
Als Schirmherrin der diesjährigen Aktionswoche der Schuldnerberatung begrüße ich das
Veranstaltungsmotto „Geschäfte mit der Armut“. Die Aktionswoche bietet Betroffenen,
Schuldnerberatern und Mitarbeitern der Rechtspflege sowie allen anderen Interessierten ein
bundesweites Diskussionsforum. Im Rahmen der Aktionswoche werden Mittel und Wege
aufgezeigt, seriöse Partner zu finden, um aus den Schulden wieder herauszukommen. Durch
die Darstellung der Praktiken unseriöser Kreditvermittler und Schuldenregulierer wird den
betroffenen Bürgerinnen und Bürgern die Entscheidung für eine geeignete
Schuldnerberatung erleichtert.
Schuldnerberatern kommt eine wichtige Rolle zu, da sie betroffenen Verbrauchern als
kompetente Ansprechpartner professionelle Unterstützung geben. Betroffene erfahren durch
sie, wie sie aus der Überschuldung, mit der nicht selten auch der Verlust des Arbeitsplatzes
oder des Wohnraumes verbunden ist, herausfinden können und fassen neuen Lebensmut.
Die Bundesregierung hat in der Vergangenheit bereits eine Reihe von Maßnahmen
verabschiedet, die unterstützend wirken. Sie werden zum einen Menschen helfen, die bereits
überschuldet sind. Zum anderen sollen sie schon im Vorfeld eine Überschuldung verhindern.
Ab Juli dieses Jahres kann jeder Bürger von seiner Bank verlangen, dass sein Girokonto als
Pfändungsschutzkonto geführt wird. Damit wird gewährleistet, dass auch ein Schuldner im
Rahmen der für ihn geltenden Pfändungsfreigrenzen die Geldgeschäfte des täglichen
Lebens vornehmen kann. Ein funktionsfähiges Girokonto soll auch für Menschen mit
Schuldenproblemen erhalten bleiben.
Mit dem Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie leisten wir einen weiteren
Beitrag, um künftig zu verhindern, dass Verbraucher in eine finanzielle Notsituation geraten.
Das Gesetz sieht eine Reihe neuer vorvertraglicher Informationspflichten bei
Verbraucherdarlehensverträgen vor, die die Transparenz und Vergleichbarkeit verbessern.
Mit ihm verankern wir deutlich strengere Regeln für die Kreditwerbung und verhindern
unseriöse Lockvogelangebote.
Ich wünsche allen Beteiligten an der Aktionswoche Schuldnerberatung 2010 ein
erfolgreiches Wirken und viele neue Impulse für ihre wichtige Arbeit.
Ilse Aigner
Bundesministerin für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Hier gibt es das Grußwort zum Download